Hülsenfrüchte vs Proteinpulver

Wir haben Zeitpulver entwickelt, um gesunde Ernährung jederzeit und überall zu ermöglichen. Uns ist es gelungen, das beste Produkt seiner Art geschaffen zu haben. Ein Grund: wir verwenden ganze Hülsenfrüchte, anstelle von Proteinpulver. Wenn Du den folgenen Artikel gelesen hast, wirst du verstehen, wieso es nicht sinnvoll ist, nur das isolierte Eiweiß anstelle der ganzen Hülsenfrüchten zu essen, genauso wie es nicht sinnvoll ist nur den isolierten Zucker anstelle der ganzen Frucht zu essen (mehr darüber kannst Du in unserem Obst vs. freier Zucker Blogbeitrag lesen - hier)..

 

Zeitpulver ist eins der wenigen Produkten seiner Art, welches ganze Hülsenfrüchte enthält (in Form von gekochten, gemahlenen Erbsen). Andere Mahlzeitersatze enthalten lediglich Proteinpulver, welches manchmal aus Hülsenfrüchten gewonnen wird, allerdings bei weitem nicht mehr die Menge an gesundheitsfördernden Phytonährstoffen enthält. Deswegen ist es, wie so oft, deutlich gesünder das ganze Lebensmittel mit seiner Vielfalt an Phytonährstoffen zu essen, anstelle eines hoch verarbeiteten Nähstoffisolats (hier das Proteinpulver).

 

 

Die Vorteile von Hülsenfrüchten




LANGLEBIGKEIT
Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen und Linsen sind eine besonders gesunde Art von Gemüse. Sie sind nicht nur eine hervorragende Quelle von Proteinen, verschiedenen B-Vitaminen und diversen Mineralstoffen, sondern liefern darüber hinaus eine Vielzahl gesundheitsfördernder Phytonährstoffe und besonderer Ballaststoffe. Menschen, die regelmäßig Hülsenfrüchte essen, leben länger. Dieser Zusammenhang ist bei Hülsenfrüchten sogar stärker als bei allen anderen Lebensmittelgruppen.[1] Es ist also kein Wunder, dass Gesundheitsorganisationen weltweit empfehlen, mehr Hülsenfrüchte zu essen.[2]


HERZKREISLAUFERKRANKUNGEN
Verschiedene Phytosterole mit komplizierten Namen wie Sitosterin, Stigmasterin, Brassicasterol oder Guggulsteron blocken die Cholesterinaufnahme und erhöhen das gute Cholesterin (HDL-C), wodurch das Risiko für Herzkreislauferkrankungen reduziert wird.[4]


KREBS
Das Amerikanische Institut für Krebsforschung empfiehl den regelmäßigen Verzehr von Hülsenfrüchten aufgrund einer Vielzahl von Phytonährstoffen, bei denen es Hinweise gibt, dass sie vor Krebs schützen. Zu diesen Phytonährstoffen gehören Lignane, Saponine, resistente Stärke (eine Art von Ballaststoffen, die eine gesunde Darmflora fördert) und diverse antioxidativ wirkende Phytonährstoffe, u.a. Triterpenoide, Flavonoide, Inositol, Protease-Inhibitoren und Sterole.[3]

Aber Hülsenfrüchte beugen nicht nur Krebs vor, der zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Sie schützt auch vor der häufigsten Todesursache: Herzkreislauferkrankungen.[4,5] Darüber hinaus helfen Hülsenfrüchte bei Übergewicht sowie Diabetes und schützen den Körper zudem vor freien Radikalen, die in der Entstehung diverser Krankheiten eine wichtige Rolle spielen.[4] Wir verstehen noch lange nicht alle Mechanismen, wie Hülsenfrüchte die Gesundheit fördern, jedoch kennen wir schon diverse Phytonährstoffe, die auf unterschiedlichste Art und Weise den Körper schützen.


ÜBERGEWICHT
Die bereits erwähnten Phenolkomponenten und Saponine helfen auch gegen Übergewicht. Der Wirkmechanismus ist noch nicht ganz klar, aber es gibt Hinweise, dass bestimmte Phenolkomponenten beispielsweise das Wachstum von Fettgewebe hemmen.[4]


PROTEINBEDARF
Ein Irrglaube, der dank des Marketings von Proteinpulver-Herstellern weite Verbreitung findet, ist die Vorstellung, dass man insbesondere als Kraftsportler nicht genug Eiweiß durch die normale Ernährung ohne Proteinpulver zu sich nehmen könnte. Dies ist völliger Unsinn wie Prof. Stuart Phillips, der Direktor des Zentrums für Ernährungs-, Sport- und Gesundheitsforschung an der McMaster Universität in Kanada klar stellt. Für Kraftsportler liegt der Proteinbedarf, genauso wie für Nichtsportler, bei 12-15 % der Nahrungsenergie. Dadurch, dass (Kraft-)Sportler insgesamt mehr Kalorien zu sich nehmen, bekommen sie automatisch auch mehr Eiweiß mit der normalen Nahrung. Dies reicht aus, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten. Proteinpulver sind nicht notwendig.[7]

Ein kleines Rechenbeispiel, um dies zu erklären. Nehmen wir Hans. Hans ist 70 kg schwer und betreibt Kraftsport. Je nach Aktivität, Stoffwechsel etc. braucht Hans als Kraftsportler etwa 3000 kcal am Tag. Wissenschaftler empfehlen für Kraftsportler ca. 1,2-1,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht täglich zu sich zu nehmen.[7-11] Das bedeutet für Hans zwischen 84 g und 126 g Protein pro Tag. Wenn er die 3000 kcal mit ganz normaler gesunder Ernährung zu sich nimmt, liefert diese Ernährung etwa 12-15 % der Energie als Protein. Bei 3000 kcal liefert Protein also 360-450 kcal, was 90-112,5 g Eiweiß entspricht (1 g Eiweiß liefert 4 kcal). Somit liegt Hans in der oben berechneten Spanne von 84-126 g Eiweiß pro Tag, die von Sport-Wissenschaftlern empfohlen wird. Proteinpulver braucht er nicht. Genauso wie wir alle.


PROTEINPULVER WIE ZUCKER?
Für ideale Gesundheit und Leistungsfähigkeit sollten wir nicht all diese Vorteile wegschmeißen, indem wir nur das isolierte Protein in Form von Pulver zu uns nehmen. Das gute Marketing von Lebensmittelkonzernen hat es geschafft, dass wir glauben Proteinpulver sei ein hochwertiges Lebensmittel und dem natürlichen Lebensmittel (Hülsenfrüchten) überlegen. Dabei verhält es sich mit Proteinisolaten ähnlich wie mit Zucker. Wir isolieren einen einzelnen Makronährstoff (Zucker oder Eiweiß) aus einem ganzen Lebensmittel und lassen dabei den Großteil der positiven Substanzen zurück. Wie wir hier erklären, ist Zuker in Form von ganzen Früchten gesundheitsfördernd - sogar in Mengen, die dem 4-8-Fachen der empfohlenen Tageszufuhr entsprechen. Isolierter Zucker hingegen ist gesundheitsschädlich. Auch wenn (pflanzliches) Proteinpulver in gewöhnlichen Mengen nicht gesundheitsschädlich ist, so verlieren wir doch die meisten Vorteile, die mit dem Verzehr ganzer Hülsenfrüchte einhergehen.


DIABETES
Alkaloide sowie Genistein und Daidzein schützen vor Typ 2 Diabetes, einer ebenfalls weit verbreiteten Zivilisationserkrankung, indem sie unter anderem die Insulinausschüttung regulieren.[4]


GEISTIGE GESUNDHEIT
Zudem hat man festgestellt, dass Menschen, die regelmäßig Hülsenfrüchte essen eine bessere geistige Gesundheit im Alter zeigen.[6]


 

Wusstest du, dass wohl keine Ernährungsumstellung mehr Menschenleben retten würde als mehr Obst zu essen? Oder dass Nüsse doppelt so gut vor diversen Erkrankungen schützen wie Olivenöl?

Weitere erstaunliche Wirkungen von ganzen Pflanzen in Zeitpulver:

Obst vs Zucker

 

Nüsse vs Öl

 

Literaturnachweis

[1] Darmadi-blackberry I, Wahlqvist ML, Kouris-blazos A, et al. Legumes: the most important dietary predictor of survival in older people of different ethnicities. Asia Pac J Clin Nutr. 2004;13(2):217-20. http://apjcn.nhri.org.tw/server/APJCN/13/2/217.pdf

[2] Venn B, Thies F, O'neil C. Whole grains, legumes, and health. J Nutr Metab. 2012;2012:903767. https://www.hindawi.com/journals/jnme/2012/903767/

[3] American Institute for Cancer Research. AICR'S FOODS THAT FIGHT CANCER, Dry Beans and Peas (Legumes). Abgerufen 20.06.18. http://www.aicr.org/foods-that-fight-cancer/legumes.html

[4] Bouchenak M, Lamri-senhadji M. Nutritional quality of legumes, and their role in cardiometabolic risk prevention: a review. J Med Food. 2013;16(3):185-98. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23398387

[5] Statistisches Bundesamt. Gesundheit, Todesursachen in Deutschland. 2015. Abgerufen 20.06.18. https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Gesundheit/Todesursachen/Todesursachen2120400157004.pdf?__blob=publicationFile

[6] Mazza E, Fava A, Ferro Y, et al. Impact of legumes and plant proteins consumption on cognitive performances in the elderly. J Transl Med. 2017;15(1):109. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5440936/

[7] Phillips SM. Protein requirements and supplementation in strength sports. Nutrition. 2004;20(7-8):689-95. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15212752

[8] Phillips SM. Dietary protein requirements and adaptive advantages in athletes. Br J Nutr. 2012;108 Suppl 2:S158-67. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=23107527

[9] Phillips SM, Van loon LJ. Dietary protein for athletes: from requirements to optimum adaptation. J Sports Sci. 2011;29 Suppl 1:S29-38. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=22150425

[10] Packer JE. Amino Acid Metabolism and Protein Requirements in Active, Trained Adult Males Using the Indicator Amino Acid Oxidation (IAAO) Technique. Master Thesis at Department of Exercise Sciences, University of Toronto. 2015. https://tspace.library.utoronto.ca/handle/1807/74859

[11] Resnick M, Tennent D, Patzkowski J et al. Optimal Protein Intake in Athletes. Texas Orthopaedic Journal. 2015;1(2):97-107. http://www.texasorthojournal.org/Vol1_Issue2/11RESNICKetal.aspx